Gestern habe ich mich mit einem Arbeitskollegen mal wieder über mein Lieblingsthema das Laufen unterhalten. Dieser Kollege ist ein ziemlich erfahrener Läufer und ich erfahre immer wieder was Neues übers Laufen. Ich erzählte ihm, dass ich momentan für einen Marathon trainiere und außerdem noch Tischtennis spiele, gern aber auch schwimme und Rad fahre und mir das alles manchmal aber zu viel wird,dann hat er mir von Lecithine erzählt. Da er ein richtiger Gesundheitsfanatiker ist, war mir klar er kann hier nicht von Doping sprechen, also erst mal gegoogelt:
Lecithine (deutsch: Lezithine) ist der klassische Name für eine Gruppe chemischer Verbindungen, die so genannten Phosphatidylcholine. Es besteht aus den Bausteinen Cholin und Inositol. Cholin und ist ein Bestandteil der Neurotransmitter, also der Botenstoffe unseres Nervensystems, die für die Reiz- bzw. Informationsweiterleitung im Körper erforderlich sind. Inositol beeinflusst den Fettstoffwechsel positiv. Lecithin fördert die Leistungsfähigkeit von unserem Gedächtnis sowie unsere Konzentrationsfähigkeit und erhöht die Vitalität. Sie sind Begleitstoffe in Fetten und fetten Ölen und besonders reich in Eidottern und pflanzlichen Samenzellen vorhanden (Soja). Auf Zutatenlisten werden sie als E 322 aufgeführt. Lecithin und Sport:
In mehreren Untersuchungen wurde festgestellt, dass der Plasmacholinspiegel nach einer Ausdauerleistung um 25 bis 40 Prozent erniedrigt war. Aufgrund theoretischer Überlegungen beurteilte man eine Supplementation mit Cholin oder Lezithin als potentiell leistungssteigernd. Durch eine verminderte Verfügbarkeit von Cholin könnte der Körper weniger Acetylcholin bilden und in der Folge wäre die neuromuskuläre Informationsübertragung (Reizleitung) beeinträchtigt. Mehrere Studien konnten bei Marathonläufern und Triathleten den Lecithin-Spiegel im Blut durch die Supplementation konstant halten, eine Leistungssteigerung konnte jedoch nicht schlüssig nachgewiesen werden. In der Studie mit den Marathonläufern vermuteten die Autoren, dass die eingesetzte Dosis zu gering war. Einzig eine Studie mit Schwimmern wies eine Leistungsverbesserung durch Cholineinnahme nach und berichtet von einer Verminderung des Müdigkeitsgefühls der Athleten nach der Leistung. Gar keinen Effekt erzielte eine Supplementation bei Sportarten kürzerer Dauer, wo auch kein Abfallen des Blutcholinspiegels gemessen werden konnte. Es wurde bisher keine Studie durchgeführt, die die gesteigerten Blutspiegel mit Änderungen in der Methylierungsaktivität oder der Kreatinsynthese korreliert hätten.Aufgrund der bisherigen Datenlage kann nicht angenommen werden, dass Lecithin leistungssteigernd wirkt. Es enthält jedoch Phosphor, dem bei Zufuhr in grösseren Mengen mögliche leistungssteigernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Mögliche Nebenwirkungen
Keine bekannt. Eine Einnahme von bis zu 40 Gramm Lecithin pro Tag wurde von den meisten Studienteilnehmern toleriert. Jedoch sollen die Maximaldosierung von Cholin beachtet werden, da eine übermässige Einnahme von Cholin mit Nebenwirkungen verbunden.Anwendung und Dosierung
Es ist keine Dosis für die Einnahme von Lecithin etabliert. Die meisten erhältlichen Lecithinsupplemente sind aus Sojabohnen hergestellt und der Gehalt an Phosphatidylcholin kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Im Mittel enthält ein Sojalecithin-Granulat etwa 22 Prozent Phosphatidylcholin. Die Hersteller empfehlen Tagesdosen von etwa 1,2 bis 5 Gramm täglich. Mit dieser Dosis kann die vom amerikanischen Ernährungsausschuss (Nutrition Board) empfohlene Cholindosis erreicht werden. Im Jahr 1998 wurde Cholin in die Liste der essentiellen Nährstoffe aufgenommen und einen täglichen Bedarf definiert (siehe Faktenblatt Cholin). Die Verfügbarkeit von Cholin aus Lecithinsupplementen ist höher und führt zu ausgeglicheneren Blutspiegeln als die Einnahme von Cholinsalzen. Diese werden zu einem erheblichen Anteil direkt im Darm durch Darmbakterien abgebaut und stehen dem Körper nicht mehr zur Verfügung.
Da Lecithine vom Körper benötigt wird, es Geist und Körper unterstützt und es in der heutigen Zeit kaum noch eingenommen wird, da es meist in Leber, Hirn und Soja vorkommt (auch in Schokolade), werde ich mir eine kleine Menge aus der Versandapotheke besorgen und testen. In ein paar Wochen werde ich dann nochmals darüber berichten. Habt ihr schon Erfahrungen mit Lecithine gemacht?
Nie gehört. Jedenfalls nicht bewusst wahrgenommen. Find’s interessant, dass du dich als Testperson opferst, bezweifle aber, dass du da Wirkungen versprüren wirst. Selbst Dopingstoffe machen sich bei Hobby-/Amateursportlern kaum bemerkbar.
[...] selbst hatte vor einiger Zeit von Lecithine E 322 berichtet, angeblich soll Lecithine die Leistungsfähigkeit steigern…. Habe es jetzt 2 [...]