Letzte Woche war ich auf einem Textillehrgang, in einem Teil dieses Lehrganges, ging es um funktionelle Sportbekleidung. Worauf es dabei ankommt ohne jetzt so richtig ins langweilige Detail zu gehen …..
Jeder Hersteller hat sein eigenes System oder sogar schon mehrere Systeme, es ist für den Endverbraucher, Sportler keine Transparenz bzw. Vergleichsmöglichkeit vorhanden.
Eine Zeitlang wurde bei einigen Herstellern ein Wert über die Wassersäule oder Wasserdampfdurchlässigkeit angegeben:
Ein Spitzenwert des Abbauens von Wasserdampf liegt beispielsweise bei 20.000 g/m2/24h, also 20.000 g Wasserdampf pro m² in 24 Stunden.
Leider findet man diese Richtwerte immer seltener….
Gefunden hatte ich zwar welche, werde diese aber nicht posten, um keinen Ärger zu bekommen, weil sie entweder nicht aktuell oder falsch sein könnten.
Ein paar bekannte Markennamen für Material oder Systemen von Sportartikelherstellern sind:
Climalite, Dri-Fit, Dry Skin…..
Worauf kommt es aber beim Einkauf von funktioneller Sportbekleidung an?
- Textil sollte nicht auf dem Schweiß haften, Abstandhalter ( auf der Innenseite sollten immer gröbere Fasern sein, keine Filamente = Endlosgarn)
- Geschwindigkeit des Feuchtetransports:
Kappilaraktivität (wie schnell steigt die Feuchtigkeit auf?)
Gegenüberstellung der Feuchteaufnahme (FA) einiger Faserstoffe:
Baumwolle: 7-11 %
Wolle : 15-17%
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Polyester PES: 5-12%
Polyamid PA: 10-15%
Polyacryl: 5-12%
Polypropylen PP: 0%
Am besten geeignet sind Fasern, welche am wenigsten Feuchte speichern und am schnellsten nach außen leiten.
PA (am wenigsten geeignet, da viel FA) PES , PP (am besten).
Und was kauf ich jetzt am besten??????
Weitere Vorteile von PP: Es fühlt sich weich an auf der Haut und ist sehr leicht. Außerdem ist es hautfreundlich, anti- allergen und hat hervorragende Isolationseigenschaften.
Polypropylen ist sehr elastisch und bleibt auch nach häufigem Waschen perfekt in Form. Im übrigen hört bzw. liest man öfters, dass Sportbekleidung nach einiger Zeit zum stinken anfängt trotz Waschvorganges, Polypropylen ist wegen der geringen Feuchtigkeitsaufnahme (siehe oben) geruchsabweisend.
Aber auch Polyester ist mehr als ausreichend.
Ein kleiner Anteil Elastan darf (oder ist meist) auch dabei sein, gerade Frauen kaufen ja immer ne Nr. kleiner und Elastan dehnt das ganze schön
-Und man freut sich über den sportlichen Erfolg wenn man wieder in eine kleinere Größe passt, hehe.
„Psychologie in der Textilflächenherstellung“ – (Meine subjektive Meinung)
Achte darauf, dass das Gewebe bzw. Gewirge, Gestrick wenn möglich auf der Innenseite gröber ist.
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist auch die Faserform, beispielsweise transportiert eine Sternform (entsteht durch die Spinndüse) mehr Wasser und verteilt es auch besser, man kann aber diese Faserform mit dem Auge nicht erkennen und war deshalb kein Einkaufskriterium (hat aber mittlerweile auch fast jeder Hersteller) für mich.